Zu seinem sechsten nachweihnachtlichen Konzert hatte die Chorgemeinschaft MGV Wormersdorf/MGV Villip (unter Leitung von Hans Georg Schneider) in die Wormersdorfer Pfarrkirche eingeladen.


Foto: Sabine von Jordans/GA

Auch in diesem Jahr war der Eintritt frei. Stattdessen wurden die Besucher wieder um eine Spende gebeten. Der Vorsitzende Dieter Coellejan legte in seiner Begrüßungsrede dar, dass bei den ersten drei Konzerten der Erlös der Renovierung der Orgel in der Kirche zugutegekommen sei. Bereits in den letzten beiden Jahren sei die örtliche Pfarrcaritas (Siehe Kasten) unterstützt worden, die sich die unbürokratische Unterstützung vom Menschen in Not vor Ort, unabhängig von Religion oder Nationalität, auf die Fahnen geschrieben habe, so Coellejan weiter. Abschließend gab er seiner Hoffnung Ausdruck, dass in diesem Jahr die magische Spendengrenze von 5000 EUR überwunden werden würde. Und seine Erwartung sollte noch übertroffen werden. 900 EUR kommen in diesem Jahr den notleidenden Mitbürgern zu Gute.

Mit von der Partie: wie immer die Musikfreunde Fidelia mit ihrem Dirigenten Stefan Klein, Bernhard Blitsch an der Orgel und als Vorleser Hans Schäfer, der seine Zuhörer u.a. mit einer Geschichte von Astrid Lindgren zum Denken anregte. Diesmal auch wieder einmal dabei der Frauenchor Rheinbach unter der Leitung von Kimiko Bernhöft.

 

Im Vordergrund steht die Barmherzigkeit

So beschreiben Diakon Michael Lux und seine ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer der Pfarrcaritas das wichtigste Ziel ihrer Arbeit. Im Rahmen ihrer regelmäßigen Sprechstunden (dienstags und freitags von 10 bis 11 Uhr im Pastoralbüro Meckenheim) hilft die Pfarrcaritas unbürokratisch Menschen in Not vor Ort, unabhängig von Religion oder Nationalität.
Durchschnittlich etwa 20.000,00 Euro verteilt die Pfarrcaritas jedes Jahr in Form von Lebensmittelgutscheinen, für Kleidung und Zuzahlungen zum Beispiel für Strom oder Miete (ein Rechenschaftsbericht erfolgt immer am Anfang eines neuen Jahres in den Pfarrnachrichten).
Zum Beispiel unterstützt sie alleinerziehende Mütter, die plötzlich keine Unterhaltszahlungen mehr von den Vätern bekommen und dadurch in große finanzielle Not geraten sind.
Dabei wird auch eine Vernetzung mit den professionellen Diensten der Caritas, wie Schuldnerberatung, Sozialberatung, Schwangerschafts-beratung oder auch Elternberatung, angestrebt. Ziel ist es, nachhaltige Lösungen anzustreben( z.B. wenn eine Stromabschaltung droht, hilft die Pfarrcaritas nicht nur mit Geld, sondern versucht mit den Beratungsangeboten des Caritasverbandes die Ursachen zu suchen, um dann mit den Menschen Lösungsansätze zu finden und zu entwickeln, um aus der Krise herauszukommen).
Als Grundstock für die Bedürftigenhilfe der Pfarrcaritas dienen die alljährlichen Haussammlungen in Meckenheim und den anderen zur Pfarrei gehörenden Ortsteilen sowie der Erlös des Wormersdorfer Martinsmarktes. In den letzten Jahren konnte die Pfarrcaritas auch auf regemäßige Zuwendungen aus den Spenden der Zuhörerinnen und Zuhörer des nachweihnachtlichen Konzerts des MGV-Wormersdorf zurückgreifen.

 

Während anderorts schon die Karnevalisten kräftig feierten, kam bei den Besuchern des Konzerts in der vollbesetzten Wormersdorfer Kirche noch einmal Weihnachtsstimmung auf, spätestens als die beiden MGV`s und vor allem Elke Krause als Solistin „Wenn ich ein Glöcklein wär…“ intonierten.
Die Musikfreunde Fidelia begeisterten mit Weihnachtsklassikern wie „Venite Adoremus“ und „Es ist ein Ros entsprungen“ aber auch mit modernen Klängen wie einer Instrumentalversion von „Halleluja“ von Leonard Cohen. Bernhard Blitsch ließ mit gewohnter Virtuosität die, nicht zuletzt mit finanzieller Unterstützung des MGV, kürzlich renovierte Orgel erklingen.
Der Frauenchor Rheinbach wusste nicht nur alleine, sondern auch durch das gemeinsam mit den „Männern“ aufgeführte Lied „Freu dich Erd und Himmelszelt“ das Publikum zu überzeugen.
Ein weiterer Höhepunkt war das von allen gemeinsam, einschließlich den Besuchern, gesungene weltberühmte Weihnachtslied: „Stille Nacht, Heilige Nacht“. Es zeigte sich wieder einmal, dass Kraft und Magie des im Jahre 1818 von Joseph Mohr und Franz Xaver Gruber geschaffenen Liedes, auch nach zweihundert Jahren ungebrochen ist und die Herzen der Menschen rührt.

Im Anschluss an das Konzert trafen sich Sänger und Musiker sowie die Besucher zu einem gemütlichen Beisammensein im Pfarrheim bei Glühwein und Gulaschsuppe.

Hans Gerd Paffenholz